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Thadden - 
Stalins Falle
Adolf von Thadden:

Stalins Falle

Er wollte den Krieg

Es erweist sich von neuem, daß die Öffnung der Archive unserer Kriegsgegner zur Entlastung Deutschlands führt. Die bisher mit Geheimnissen umgebene Rede, die Josef Stalins vor dem Politbüro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) und den höchsten Militärs am 19. August 1939 hielt, ist nun allen Historikern und Lesern zugänglich.

Russische Wissenschaftler der Historischen Fakultät der Universität in Nowosibirsk haben nach mehr als fünf Jahrzehnten die Mauer des Schweigens durchbrochen und die Stalin-Rede vom 19. August 1939 unter Dokumentennummer F.7/op. 1/d 1223 der Öffentlichkeit übergeben. Sie entspricht dem "Havas"-Agenturtext aus dem Jahre 1939, dem Aufbau, dem Inhalt und den typischen Redewendungen Stalins.

Diese Rede Stalins blieb bis zu ihrer Offenlegung sehr umstritten. Der angeblich "reale" Sachverhalt ist allerdings seit Jahrzehnten von der sogenannten "westlichen Historiographie" festgeschrieben, zum Tabu erhoben, und wer daran rührt, verstößt gegen die Gebote der "political correctness", er wird denunziert, diffamiert, ausgegrenzt und zum Apologeten Hitlers ernannt.

Die vorgeschriebene und in alle Schulbücher aufgenommene Formel lautet: Adolf Hitler wollte einen rassenideologischen Vernichtungskrieg. Daher startete er am 22. Juni 1941 einen "feigen, hinterhältigen, vertragsbrüchigen Überfall auf die ahnungslose Sowjetunion" des stets friedliebenden Josef Stalin. In seiner sehr bedeutungsvollen Rede vom 19.8.1939, nur elf Tage vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, erklärte Stalin jedoch unmißverständlich, daß er bereits gegen Deutschland, England und Frankreich mit dem Ausbau der Roten Armee umfangreiche militärische Vorbereitungen für einen Eroberungskrieg getroffen habe, mit der Zielsetzung, eine revolutionäre kommunistische Herrschaft in Europa zu errichten.

Stalin läßt auch erkennen, warum er dem Vorschlag Englands und Frankreichs nicht gefolgt ist, mit ihnen gegen Deutschland einen Beistandspakt abzuschließen. Er war aber bereit, schon vier Tage darauf, am 23. August 1939, mit seinem Todfeind Adolf Hitler einen Nichtangriffspakt einzugehen, der von den Außenministern Molotow und Ribbentrop unterzeichnet wurde. Damit war die kriegerische Auseinandersetzung mit Polen und die Teilung des Landes vorgezeichnet.

Um beim Überfall auf Deutschland seine strategischen Angriffspläne mit Erfolg wirksam werden zu lassen und weitestgehend auch gegen Frankreich und England risikolos operieren zu können, wollte er einen möglichst lange währenden, verlustreichen Abnutzungskrieg zwischen Deutschland und der französisch-englischen Allianz herbeiführen. "Um diese Provokation zu erreichen, werde die Sowjetunion Hitler-Deutschland mit der Lieferung von Rohstoffen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen Hilfe erweisen. Wir müssen erreichen, daß dieser Krieg so lange wie irgend möglich bis zur Erschöpfung der Kriegführenden dauert. Die Teilung der Kriegsbeute Polen sei der erste Schritt."

Stalin hatte von Anfang an die Absicht, den mit Deutschland abgeschlossenen Nichtangriffspakt unmerklich zu unterlaufen. Bereits seit 1939, also zwei Jahre vor dem Angriff der deutschen Wehrmacht am 22. Juni 1941 auf die Sowjetunion, arbeitete man im Kreml an umfangreichen Offensivplänen gegen das westliche Europa und verabschiedete dann am 15. Mai 1941 einen endgültigen strategischen Angriffsbeschluß mit Offenhaltung des Angriffstermins. Hitler hat diese geplante Angriffsabsicht Stalins durch seine Luftaufklärung nicht nur erkannt, sondern auch zerschlagen, indem er zur Überraschung Stalins diesem am 22. Juni 1941 mit seiner Offensive gegen die Sowjetunion knapp zuvorkam.

Die Hinwendung zur historischen Wahrheit und die ehrliche Aufarbeitung der geschichtlichen Abläufe ist neben der Entlastung Deutschlands auch eine Genugtuung für alle beharrlich und redlich suchenden und forschenden Historiker. Auch Deutschland muß Gerechtigkeit vor der geschichtlichen Vergangenheit zuteil werden.

(Klappentext.)

(175 S., 17 x 24.5 cm, gebunden mit Schutzumschlag, mit Fotos und Karten)


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