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Bacque - 
Der geplante Tod
James Bacque:

Der geplante Tod

Deutsche Kriegsgefangene in amerikanischen und französischen Lagern 1945-1946

Ende April 1945 ertönte am größten Teil der Westfront statt Kanonendonner das Schlurfen von Millionen Stiefeln der Kolonnen entwaffneter deutscher Soldaten. Erschöpft marschierten sie den Stacheldrahtumzäunungen der Alliierten entgegen.

Die Massenkapitulation im Westen stand in auffallendem Kontrast zu den letzten Wochen an der Ostfront, wo die überlebenden Wehrmachtseinheiten noch die vorrückende Rote Armee bekämpften, um so vielen Kameraden wie möglich die Gefangenschaft durch die Russen zu ersparen. Dies war die letzte Strategie des deutschen Oberkommandos damals unter Großadmiral Dönitz. Vom deutschen Standpunkt aus lieferte diese Strategie Millionen deutscher Soldaten in die, wie sie glaubten, gnädigeren Hände der Westalliierten aus, die unter dem militärischen Oberkommando von General Dwight Eisenhower standen. Jedoch General Eisenhowers grimmigem und besessenem Haß ausgeliefert, der sich nicht nur gegen das Nazi-Regime, sondern vor allem gegen alles Deutsche überhaupt richtete, ließ sich dieser Glaube bestenfalls als ein verzweifeltes Glücksspiel bezeichnen. Mehr als 5 Millionen deutsche Soldaten in den amerikanischen und französischen Zonen wurden in Stacheldrahtkäfigen zusammengepfercht, viele von ihnen buchstäblich Schulter an Schulter. Der Boden unter ihnen entwickelte sich bald zu einem Sumpf aus Dreck und Krankheit. Dem Wetter ausgesetzt, ohne jegliche auch nur primitive sanitäre Einrichtung, dazu unterernährt, begannen die Gefangenen sehr bald an Hunger und Krankheiten zu sterben. Vom April 1945 an vernichteten die amerikanischen und französischen Armeen ungefähr 1 Million Männer, vornehmlich in den amerikanischen Lagern.

Mehr als 4 Jahrzehnte lag diese beispiellose Tragödie in alliierten Archiven verborgen.

Wie kam schließlich dieses gewaltige Kriegsverbrechen ans Licht? Die ersten Hinweise wurden 1986 durch den Autor James Bacque und seine Mitarbeiterin aufgedeckt. Schon bald stießen sie auf den ersten handfesten Beweis von Massensterben in den von den Amerikanern kontrollierten Lagern.

Eisenhowers Haß, toleriert von einer ihm gefügigen Militärbürokratie, erzeugte diesen Horror der Todeslager, der mit nichts in der amerikanischen Militärgeschichte vergleichbar ist. Angesichts der katastrophalen Folgen dieses Hasses ist die lässige Gleichgültigkeit, die die SHAEF-Offiziere (des Hauptquartiers der alliierten Expeditionskräfte) an den Tag legten, die schmerzlichste Seite der amerikanischen Verstrickung.

Eine Vorstellung der Größe dieses Schreckens kann man gewinnen, wenn man sich vor Augen führt, daß diese Todesraten bei weitem alle jene übertreffen, die durch die deutsche Armee im Westen zwischen Juni 1941 und April 1945 erlitten wurden.

Im vorliegenden Buch wird der Schleier über dieser Tragödie gelüftet.

Diese Taschenbuchausgabe ist durch neues, aufsehenerregendes Material ergänzt.

(Aus dem Vorwort von Dr. Ernest F. Fisher, jun.,
Oberst der Armee der Vereinigten Staaen von Amerika [pens.].)

(382 S., 12 x 19 cm, kartoniert, mit 11 Fotos und Faksimiles)


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